Das Schröpfverfahren ist als altes Ausleitungsverfahren bekannt. Man unterscheidet das blutige und das unblutige Schröpfen.


Das blutige Schröpfen wird angewendet bei Überschuss und Hitze und dient der Ausscheidung von Schlackenstoffen. Es wirkt ausleitend und entlastend.


Das unblutige Schröpfen sorgt hingegen für eine Verbesserung der Durchblutung des Gewebes und gibt Wärme und Kraft. Im Bereich der Reflexzonen wirkt es blutanziehend und aktivierend.


Für welches Verfahren sich der Therapeut entscheidet, hängt also vom Befund beim Patienten und seinem energetischen Zustand ab.


Die Schröpfköpfe sind aus Glas und werden unter Vakuumbildung auf therapeutisch wirksame Zonen der Haut aufgesetzt. Die Saugwirkung überträgt sich auf das unter der Haut liegende Gewebe und wirkt somit lokal. Darüber hinaus erstreckt sich die Wirkung über die oft unter den Schröpfzonen liegenden paravertebralen Ganglien aber auch segmental auf die inneren Organe.


Indiziert ist das Schröpfen bei einer Vielzahl von Beschwerden. Neben einer Verbesserung der Durchblutung und des Stoffwechsels können auch Muskelverspannungen beseitigt werden. Außerdem hat das Schröpfen einen schmerzlindernden Effekt, weil es in der Reflexzone Endorphine freisetzen kann und den Abbau von Prostaglandinen verstärkt.


Schröpfen wird angewendet bei akuten und chronischen Entzündungen, bei Beschwerden der Atemwege, des Verdauungs- und Bewegungsapparats sowie bei Schwächezuständen.